nationalen volksarmee
Kommentar
Die Nationale Volksarmee (NVA) war der reguläre militärische Arm der (1949): gegründeten DDR, ihr gesetzlich legitimierter Aufbau begann nach dem Beitritt zum Warschauer Pakt 1956. Die NVA war Teil der staatlichen Politik und damit im marxistisch-leninistischen Politikverständnis wichtiges Instrument des Klassenkampfs (vgl. Metzler 2012, 27). Neben den Aufgaben, die der NVA als Teil der »sozialistischen Verteidigungskoalition« des Warschauer Pakts im Kampf gegen eine etwaige »imperialistische Aggression« (Naumann 1993, 91) erwuchsen, war die Bewachung der Demarkationslinie zwischen DDR und BRD ebenfalls ein Teil ihrer Tätigkeit. Nach der Errichtung der »Sperranlagen« an der innerdeutschen Grenze wurde die Grenzpolizei der NVA unterstellt (vgl. Wolf 2005, 79). Die Soldaten, die die Passkontrolle durchführten, waren der Uniform nach Mitglieder der Grenztruppen der NVA, waren aber eigenen (besser bezahlten) »Paßkontroll-Einheiten« – direkt dem Ministerium für Staatssicherheit unterstellt – zugeordnet (vgl.Schultke 2008, 84).
Textausschnitte
berliner notizen , Werk 5, S. 71[...] einem schalter mit zugezogenen vorhängen steht ein offizier der nationalen volksarmee und zelebriert ein kontrollritual: er blättert den paß durch, [...]
nationalen volksarmee. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.4471, 2022-09.

