die sogenannte klassische Trias

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Kommentar

Anspielung auf den vom neuseeländischen Psychiater John Macdonald (1920–2007) in den 1960er Jahren behaupteten Zusammenhang von seriellen Straftaten des Erwachsenen mit bestimmten Angewohnheiten in der Kindheit: Bettnässen, Feuerlegen und Tierquälerei (die Onanie kommt dabei nicht vor). Die »Macdonald Triade« galt in der wissenschaftlichen Psychologie nie als seriöses Erklärungsmodell. Dieser kriminologische Mythos dürfte über den US-amerikanischen Krimiautor Andrew Vachss (* 1942) auf Kofler/Fian gekommen sein. In seinem Krimi Kata (1988; orig. Flood, 1985) liest der Ich-Erzähler ein psychiatrisches Gutachten über einen Straftäter: »Verdacht auf Enuresis, Zündeln, Grausamkeit gegenüber Kleintieren, die klassische Trias« (Vachss 1988, 290f.).

Textausschnitte

Lombroso in Leibnitz, Werk 4, S. 393

[...] ntenkarriere drei Faktoren in der Kindheit namhaft gemacht, die er als die sogenannte klassische Trias bezeichnet hat. – Konrad, wart ihr in eurer Kindheit Bettnässer? Kon [...]


Zitiervorschlag:
die sogenannte klassische Trias. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.4139, 2022-09.