Dr. Groß

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Kommentar

Kofler bezieht sich auf Heinrich Gross (1915–2005), österr. Arzt, der als Stationsleiter der »Reichsausschuß-Abteilung« an der »Euthanasie«-Klinik »Am Spiegelgrund« in Wien während der NS-Zeit behinderte Kinder für Forschungszwecke missbrauchte und an ihrer Ermordung beteiligt war. 1948 wurde er verhaftet, er saß zwei Jahre in Untersuchungshaft. Der Prozess 1950 brachte ein mildes Urteil. 1955 kehrte er auf den »Steinhof«, an den Ort der von ihm begangenen Verbrechen, zurück, er war vollständig rehabilitiert. Ein zweiter Prozess im Jahre 2000, diesmal mit Mordanklage, wurde wegen eines Gutachtens eingestellt. s. Eintrag »Doktor Groß«

Textausschnitte

Königin der Nacht, Werk 4, S. 346

[...] tier verschleppt und dort – im Lauf der nachfolgenden Tage von – einem Dr. Groß auf eine Geisteskrankheit, ein – Nervenleiden hin untersucht ... [...]

Königin der Nacht, Werk 4, S. 348

[...] dliche Betätigung ... Sarastro ... Assasin ... ein Fetzen im Sturm ... Dr. Groß auf eine Geisteskrankheit, ein Nervenleiden hin ... [...]


Zitiervorschlag:
Dr. Groß. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.4066, 2022-09.