die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag

TEI version< zurück

Kommentar

Zitat aus Bertolt Brechts 1943 im Exil entstandenem Gedicht Es wechseln die Zeiten , von Brecht für das Stück Schweyk im Zweiten Weltkrieg (Fragment) vorgesehen und »Moldaulied« genannt, angeregt durch das französische Chanson Au fond de la Seine (»Am Grunde der Seine«): »Am Grunde der Moldau wandern die Steine. [/] Es liegen drei Kaiser begraben in Prag. [/] Das Große bleibt groß nicht und klein nicht das Kleine. [/] Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag« (Brecht 1993, 92) Bald nach Brechts Tod 1956 vertonte Hanns Eisler – mit Textumstellungen – das Lied für den Schweyk unter dem Titel Das Lied von der Moldau .

Textausschnitte

Feiner Schmutz, gemischter Schund, Werk 4, S. 249

[...] Reaktion auf das Telegramm zerstört; düster, rätselhaft:) Oh, oh, oh, die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag ... Klump (der Katz für verrückt hält, spottend): Ja, Alpenrose – sc [...]

Feiner Schmutz, gemischter Schund, Werk 4, S. 254

[...] lle. Sprecherin: Nein. Pause Sprecherin: Nein. Pause Klump: Oh oh oh – die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag ... Katz: Umsonst, alles umsonst ... Klump: Groß war nicht Groß und [...]


Zitiervorschlag:
die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.3873, 2022-09.