Frauen sind wie Ratten. Ihre Existenz organisieren sie aus den Früchten der Scham, der Wollust und der Grausamkeit, das Blut der Ermordeten ist ebenso ihre Geborgenheit wie ihr eigenes Monatsblut, der Nachtschweiß Schlafender, der Speichel der Epileptiker, der verschüttete Samen Liebender und Teilnahmsloser

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Kommentar

Der Protagonist in André Hellers Roman Schattentaucher führt Experimente an Ratten durch. Kofler/Fian zitieren aus dem Text, versetzen die Passage allerdings in einen anderen Kontext, indem sie die Analogie Frauen-Ratten herstellen. »Ihre Existenz organisieren sie aus den Früchten der Scham, der Wollust, der Grausamkeit. Das Blut der Ermordeten ist ebenso ihre Geborgenheit wie das Monatsblut der Frauen, der Nachtschweiß Schlafender, der Speichel der Epileptiker, der verschüttete Samen Liebender und Teilnahmsloser« (Heller 2003, 79f).

Textausschnitte

Der Erlöser, Werk 4, S. 312

[...] tten sind aus der Literatur nicht wegzudenken. So wenig wie die Geier. Frauen sind wie Ratten. Ihre Existenz organisieren sie aus den Früchten der Scham, der Wollust und der Grausamkeit, das Blut der Ermordeten ist ebenso ihre Geborgenheit wie ihr eigenes Monatsblut, der Nachtschweiß Schlafender, der Speichel der Epileptiker, der verschüttete Samen Liebender und Teilnahmsloser , – Ratten nicht! – In den Fangeisen meiner Phantasie fanden sich sto [...]


Zitiervorschlag:
Frauen sind wie Ratten. Ihre Existenz organisieren sie aus den Früchten der Scham, der Wollust und der Grausamkeit, das Blut der Ermordeten ist ebenso ihre Geborgenheit wie ihr eigenes Monatsblut, der Nachtschweiß Schlafender, der Speichel der Epileptiker, der verschüttete Samen Liebender und Teilnahmsloser. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.3670, 2022-09.