Nimm deine Brille ab, die brauchst du jetzt nicht. Atme tief ein und aus …

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Kommentar

Bert Hellinger beginnt seine »Arbeit« an einer Aufstellungsteilnehmerin mit den Worten: »Nimm deine Brille ab, wir brauchen sie hier nicht. […] Atme tief ein und aus und halte den Mund dabei geöffnet. […] Atme weiter tief ein und aus.« (Hellinger 2004, 184) In der Folge fordert er sie auf, schneller zu atmen – »Das etwas schnellere Atmen gibt ihr mehr Kraft« –, ihre Arme um ihn zu legen, näher zu kommen, sich von der (Atem-)Bewegung führen zu lassen, sich der Bewegung hinzugeben, woraus bei der Teilnehmerin eine »wiegende Kuschelbewegung« entsteht (Hellinger 2004, 185). Hellinger interpretiert das Kuscheln und Wiegen, das Krabbeln der Teilnehmerin auf seinen Schoß anschließend als »Geburt« (Hellinger 2004, 187).

Textausschnitte

Aufstellungen, Werk 4, S. 492

[...] trittst dich selbst. (Kurze Pause der Sammlung.) Bereit? Komm mal her. Nimm deine Brille ab, die brauchst du jetzt nicht. Atme tief ein und aus ... In der Folge die entsprechenden Geräusche: Tief ein und aus, mit [...]


Zitiervorschlag:
Nimm deine Brille ab, die brauchst du jetzt nicht. Atme tief ein und aus …. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.3453, 2022-09.