Mein Problem ist, dass mein Vater nie hinter mir stand. Er konnte auch gar nicht hinter mir stehen, denn er war nicht da, er war weg … (Pause) Wie kann ich ihn hinter mich bekommen? (Pause)
Kommentar
Abgeändertes Zitat aus dem Buch Rachel weint um ihre Kinder. Familien-Stellen mit Überlebenden des Holocaust (2004) von Bert Hellinger, dem »Begründer« des »Familien-Stellens«. Dort sagt ein männlicher Teilnehmer: »Was mich anbetrifft, so stand mein Vater nicht hinter mir – sozusagen, denn er war nicht da. Wie kann ich ihn hinter mich bekommen, wenn er weg ist?« (Hellinger 2004, 102).
Textausschnitte
Aufstellungen, Werk 4, S. 475[...] Eine Aufstellung hat eben begonnen. Mit vielen Pausen des Einrichtens, Überlegens, Sich-Sammelns: Aufsteller männlich 1 (AM 1) (zu Klient männlich 1 [KM 1]): Was ist dein Problem? K M 1: Mein Problem ist, dass mein Vater nie hinter mir stand. Er konnte auch gar nicht hinter mir stehen, denn er war nicht da, er war weg ... (Pause) Wie kann ich ihn hinter mich bekommen? AM 1: Aha... Dann komm mal her. Ich werde einen Stellvertreter für deinen Vater auswählen. (Schritte.) Du! Stell dich hierher. (Zu K M 1:) Und du hierher. So. Ja. Einander gegenüber. (Halb zu sich:) Zwei weitere Stellvertreter noch [...]
Mein Problem ist, dass mein Vater nie hinter mir stand. Er konnte auch gar nicht hinter mir stehen, denn er war nicht da, er war weg … (Pause) Wie kann ich ihn hinter mich bekommen? (Pause). In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. hdl.handle.net/11471/1050.10.3406, 2022-09.

