Fundevogel

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Kommentar

Vom Fundevogel : Märchen aus der Grimm’schen Sammlung der Kinder- und Hausmärchen . In der Geschichte heißt so ein Kind, das von einem Greifvogel aus dem Schoß der im Wald schlafenden Mutter auf einen hohen Baumstumpf geschafft und von einem Förster entführt wird, damit sein eigenes Kind ein Geschwister habe (vgl. Grimm 1825, 172–175). s. Einträge ›Lenchen‹ und ›Nach meinen Informationen‹

Textausschnitte

Zerstörung der Schneiderpuppe, S. 229

[...] Oder heißest du Koffer, du Schweinshaxe, oder Schweinshaxe, du Koffer? Den Namen, Fundevogel, den Namen des Samenspenders, des unedlen, bekommt man ihn endlich zu hören? Die Wahrheit, Schneider, nichts als sie [...]

Zerstörung der Schneiderpuppe, S. 230

[...] In deinem jungen Leben soll es mancherlei Unzukömmlichkeiten gegeben haben, ist dem so? Dein Lenchen ist dir abhanden gekommen, Fundevogel? Kein Tischtuch am Tisch deiner Stiefkindheit, das du hättest verunreinigen können mit deinen Abortgriffeln? In ein Fallklosett hast du dich entleeren, alte Zeitungen als Klopapier verwenden müssen? Ein Fallklosett!, welche Erniedrigung für den kleinen Prinzen! Alte Zeitungen als Klopapier, welche Grobheit für den zarten Anus, den höheren Weihen vorbestimmten! Den Geruch leerer Bierflaschen im Badezimmer hast du nicht ertragen können? Leere Bierflaschen im Badezimmer, welche Beleidigung für die feine Nase! Aber einerseits Fallklosett, andrerseits Badezimmer – seltsame Familie, Schneiders [...]


Zitiervorschlag:
Fundevogel. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.schneider.1168, 2019-02.