petschieren

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Kommentar

„petschiert sein“: in einer misslichen Lage sein (ugs., veraltet) – von „Petschaft“: Metallstempel zum Siegeln; „petschieren“: mit einem Stempel versehen (vgl. Fussy/Steiner 2012, 531), hier: koitieren

Textausschnitte

Zerstörung der Schneiderpuppe, S. 227

[...] Aber der Großvater des Führers – unbekannt, das ist ein Ding, Schneider, die Frau Schicklgruber muß viel Betrieb gehabt haben, muß eine rechte Frau Strohsack gewesen sein, aber die Vorsehung, ähnlich wie in deinem Fall, Schneider, die Vorsehung hat schließlich alles so zusammengeleimt, daß ein Herr Hietler die Vaterschaft zum kleinen Alois auf sich genommen hat, auf daß er nicht mehr Schicklgruber heiße und, als ausgewachsener Mann – schon gut, Cleverle, du bist auch ein ausgewachsener Mann, wissen wir; schweig jetzt und hör weiter zu – als ausgewachsener Mann die Klara Pölzl petschieren [...]


Zitiervorschlag:
petschieren. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.schneider.1156, 2019-02.