der dicke Nigg

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Kommentar

Robert Schneider baut in seinen Roman Die Luftgängerin einen Kritiker namens Egmont Nigg ein, den „größten Fettwanst, den das Rheintal je hervorgebracht hat“ (Schneider 1998, 46). Schneider verweist in einem Interview mit der deutschen Illustrierten Stern Ende 1997 darauf, dass die Figur eine reale Entsprechung in einem „unfaßbar fetten“ Journalisten habe, der sich mehrmals abschätzig über ihn geäußert habe (Michaelsen 1997, 93). Auch in der Rezeption wurde „Nigg“ entschlüsselt: „Eine wichtige Rolle spielt die hiesige Presselandschaft, […] weil der Kulturredakteur der NEUE [ Neuen Vorarlberger Tageszeitung , Claudius Baumann] eine im doppelten Sinne gewichtige Rolle hat“ (Mika 1998); „[tritt der] Kulturredakteur Claudius Baumann als der phäakische Kritiker Egmont Nigg“ auf (Seiler 1997, 115).

Textausschnitte

Zerstörung der Schneiderpuppe, S. 223

[...] Du heißt ja nicht einmal Schneider! Jetzt bist du sprachlos, du Aufschneider, aber erstklassige Leute der Agentur Schmidt-Boulanger, der dicke Nigg etwa, sind dieser Sache nachgegangen [...]


Zitiervorschlag:
der dicke Nigg. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.schneider.1126, 2019-02.