Verfilmung der NovelleJud Süß mit Veit Harlan in der Titelrolle

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Kommentar

Jud Süß (1940): nationalsozialistischer Propagandafilm um die historische Figur des jüdischen württembergischen Finanzbeamten Joseph Süß Oppenheimer, der als ruchloser Karrierist und Vergewaltiger dargestellt wird, der Film wurde von Goebbels 1939 in Auftrag gegeben (vgl. Koch 2011, 102). Lion Feuchtwanger behandelte den Stoff in seinem Roman Jud Süß (1925), die erste literarische Bearbeitung war die gleichnamige Novelle (1827) von Wilhelm Hauff, in der Oppenheimer gar nicht im Mittelpunkt steht und er nur durch „wenige antisemitische Klischees“ beschrieben werde: „Geldgier, Gewissenlosigkeit, Hinterlist, Arroganz, Lüsternheit“ (Mojem 2004, 152).

Textausschnitte

Üble Nachrede, S. 111

[...] In einem APPELL, einem von vielen Appellen, in einem freilich berühmt gewordenen Appell, aber doch in einem Appell, Appell, so wie Strafappell) – er denke, so der Privatankläger, er denke – er denke! – auch an die Verfilmung der Novelle Jud Süß mit Veit Harlan in der Titelrolle, ebenfalls ein Kunstwerk, wenngleich – (Verhandlungsunterbrechung, schon wieder, wie oft noch [...]


Zitiervorschlag:
Verfilmung der NovelleJud Süß mit Veit Harlan in der Titelrolle. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.nachrede.538, 2019-02.