die Freiheit der Kunst ist DAS GESPENST

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Kommentar

Das Gespenst (1982): Film von Herbert Achternbusch, in dem Jesus in der Gegenwart auf die Erde zurückkehrt. Nachdem der Film in Deutschland in die Kinos gekommen war und Anzeigen zu keiner gerichtlichen Beschlagnahme geführt hatten, agitierten in Österreich (1983): Privatpersonen gegen den Film und erreichten eine Beschlagnahme. Die weiteren gerichtlichen Instanzen änderten diesen ersten Beschluss nicht mehr ab und konzedierten dem Film – unter Bezug auf den „religiös normal empfindliche[n] Durchschnittsmensch“ (zit. n. Eilmansberger 1987, 36) – Blasphemie. 1984 wurde der Film nach § 33 Mediengesetz („Einziehung“) eingezogen.

Textausschnitte

Üble Nachrede, S. 110

[...] Die Freiheit ist ja ein Gespenst, die Freiheit der Kunst ist erst recht ein Gespenst, ein Hirngespinst, die Freiheit der Kunst ist DAS GESPENST schlechthin [...]


Zitiervorschlag:
die Freiheit der Kunst ist DAS GESPENST. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.nachrede.532, 2019-02.