die beiden Dumba

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Kommentar

Die Brüder Nicolaus (* 1938) und Constantin (* 1940) Dumba, genannt Niki und Taki, betrieben ab 1966 das Pörtschacher Hotel Schloss Seefels und darin die Diskothek „Drop in“ – ein Treffpunkt für die Wörthersee-Schickeria. Mitte der 1990er Jahre nahmen wirtschaftliche Probleme überhand, das Hotel wurde schließlich versteigert (s. Eintrag ›das Drop-In‹). Die „beiden Dumba“ sind Nachfahren einer Wiener Handelsdynastie, deren Ahnherr, Sterio Dumba, in den 1810er Jahren aus Griechenland nach Österreich einwanderte und ein prosperierendes Handelsunternehmen gründete. Sterios Sohn Nicolaus wurde zum wichtigsten Kunstmäzen Wiens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Kärntner Dumba-Brüder stammen allerdings nicht direkt von diesem berühmtesten Familienmitglied ab, sondern von einem gleichnamigen Bruder Sterios, der ebenfalls nach Wien gezogen war (vgl. Konecny 1986).

Textausschnitte

Üble Nachrede, S. 101

[...] Nicht der Gaugg wäre mir entgangen und nicht der Strutz, nicht der Pontasch, nicht der Retzer, nicht der Rumpold, nicht die beiden Dumba; ich hätte ARSCH gerufen, und jeder hätte sich gemeldet; dem verbrecherischen Sägewerksbesitzer aus Reichenfels freilich, einem zugewanderten Volksdeutschen, hätte ich mit der Ehre auch die Treue abzuschneiden gehabt [...]


Zitiervorschlag:
die beiden Dumba. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.nachrede.500, 2019-02.