Sekretär der österreichischen Gesellschaft für Literatur

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Kommentar

Österreichische Gesellschaft für Literatur (ÖGfL): 1961 gegründete Organisation zur Durchführung literarischer Veranstaltungen, die Unterstützung von Dissidenten im Osteuropa war der ÖGfL von Anfang an ein Anliegen; bis 1994 war Wolfgang Kraus (s. Eintrag ›Doktor Kraus‹) der Leiter. Hans Haider (s. Eintrag ›kein Haider, welchen Vornamens immer‹) war vor dem Beginn seiner Mitarbeit bei der Tageszeitung Die Presse 1972–1974 Mitarbeiter der ÖGfL, er übernahm die Agenden von Otto Breicha, der 1972 als Leiter des Kulturhauses nach Graz ging. In einem Zeitungsartikel bezeichnete sich Haider selbst als „Dritten Sekretär“ der ÖGfL (vgl. Haider 1992).

Textausschnitte

Üble Nachrede, S. 97

[...] Natürlich ist der Tonhof, die Tonhofzeit in Maria Saal, genauer das Ende der Tonhofzeit ein dunkles Kapitel in der Bernhardgeschichte, natürlich hat der notorische Frauenhasser, so der niederösterreichische Keltendarsteller, dieses Kapitel aufschlagen müssen, dieses widernatürliche Kapitel aufschlagen müssen, um es, in einer seriellen Satztechnik, die er an der seriellen Tontechnik des Novalis der Töne geschult haben soll, zu einer Schmähschrift in Romanform umzuarbeiten, aber daß deshalb, angestiftet oder angeleitet von einem Privatgutachter, einem früheren Sekretär der österreichischen Gesellschaft für Literatur [...]


Zitiervorschlag:
Sekretär der österreichischen Gesellschaft für Literatur. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.nachrede.450, 2019-02.