Tonkünstler Lampersberg

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Kommentar

Gerhard Lampersberg (1928–2002), österr. Dichter und Komponist, ab den frühen 1950er Jahren kompositorische Tätigkeit in der Nachfolge Anton Weberns. Von Hans Haiders Leseprotokoll der Druckfahnen von Bernhards Holzfällen ausgehend erreichte Lampersberg eine einstweilige Verfügung gegen die Auslieferung des Romans. Das Gericht begründete dies damit, dass ein „nicht unbeträchtlicher“ Teil der Leserschaft die „ehrverletzenden Beschreibungen und Wertungen des ›Auersberger‹“ auf Lampersberg beziehen könne (vgl. Straub 2015, 180). Die Bücher wurden von Polizisten in Buchhandlungen beschlagnahmt. Ende 1984 wurde die Beschlagnahme aufgehoben, Anfang 1985 zog Lampersberg seine Klage au f üble Nachrede und Beleidigung zurück, es kam zu einer außergerichtlichen Einigung. s. Eintrag ›Lampersberg‹

Textausschnitte

Üble Nachrede, S. 95

[...] Also hätte der Doktor Haider die Betroffenen, die öffentlich herabgesetzten und verächtlich gemachten, die hochtrabenden Erniedrigten und Beleidigten auf die Stellen, die tatbildlichen Äu- ßerungen hingewiesen und jenen dringlich nahegelegt, den Gerichtsweg zu beschreiten, wie damals schon dem Tonkünstler Lampersberg und seiner Frau, der Sängerin Weiss-Ostborn [...]


Zitiervorschlag:
Tonkünstler Lampersberg. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.nachrede.426, 2019-02.