Fritz Wunderlich

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Kommentar

Deutscher Opernsänger (1930–1966), s. Eintrag ›Fritz Wunderlich‹

Textausschnitte

Manker, Invention, S. 199

[...] Aber Kaffee trinken muß ich doch, einen halben Liter wenigstens, und so stark wie möglich, wie sonst sollte ich mich aufmachen können zur Flucht, dorthin, wo es schön ist und die Luft gut, in die Hohen Tauern? Sie können da nicht mitreden, Manker, Sie kennen allenfalls die Hohe Tatra oder das Salzkammergut, ja den Semmering wahrscheinlich auch, was die Wiener eben so für Natur halten - Küche hinein und nur in Gedanken aus der Küche und aus der Wohnung hinaus, weiterhin tapfer am Waschbecken gestanden und – wozu nur, wozu? – nebenan, am Herd, den Kaffee gekocht, Qual, Mühsal, Kukident, Irrsinn! Muß es sein? Es muß sein! Fritz Wunderlich die Treppe hinuntergefallen, Gundula Janowitz Operndirektorin in Graz, mein Vater mit nur 87 Jahren verstorben, die Mutter allein im großen Haus, und Sie machen mit einem einzigen Schrei, mit einem epileptischen Schreianfall das Hörspiel zunichte, Manker, das gute Hörspiel, ich habe mir solche Mühe gegeben und jetzt – und jetzt – das [...]


Zitiervorschlag:
Fritz Wunderlich. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.manker.974, 2019-02.