SHINING

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Kommentar

Shining : Film (1980) von Stanley Kubrik mit Jack Nicholson in der Hauptrolle; dem Drehbuch liegt der gleichnamige Roman von Stephen King zugrunde.

Textausschnitte

Manker, Invention, S. 191

[...] wie wenn Sie, laut sprechend, Nachschau hielten, Nachschau vor der Türe, auf dem Vorfeld, dem Aufmarschgebiet, im Hausflur, aber wer hat Ihnen erlaubt, die Stellung zu verlassen, und wäre es, um Nachschau zu halten, wer hat Ihnen erlaubt, ins Stiegenhaus zu gehen, Licht im Stiegenhaus?, wie wenn Sie Licht machten, oder es zumindest versuchten, Kein Licht im Stiegenhaus, wie wenn Sie Licht hätten machen wollen, aber, wie befürchtet, und wie zur Bestätigung – Wie wenn der Kopf, in dem die Gedankenstimme vermutet werden darf, durch die aus guten Gründen verschlossene Wohnungstüre hindurch im Stiegenhaus herumgeisterte, Licht im Stiegenhaus? Kein Licht im Stiegenhaus? Wie wenn diese Gedankenstimme über einem giftgrünen Wams und einem Buckel anzusiedeln wäre, Licht im Stiegenhaus? Kein Licht im Stiegenhaus? Oder über einer entschlossenen Hand mit einem Küchenmesser, Licht, Ganglicht, Zischen des Ganglichts? Wie kann der Kopf über dem Schreibtisch, zwischen Schreibtisch und Fenster allenfalls, gleichzeitig außerhalb, im Stiegenhaus, derartige Nachforschungen anstellen, in dieser Deutlichkeit und rhetorischen Schärfe noch dazu? Licht im Stiegenhaus, kein Licht im Stiegenhaus? Genial, Manker, diese Darstellung, nein, Darstellung nicht, dieses Spüren-, nein, Aufblitzenlassen, Durchscheinenlassen dieser Aura von Spaltungsirresein, von SHINING [...]


Zitiervorschlag:
SHINING. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.manker.924, 2019-02.