es steht nämlich ein Soldat am Wolgastrand

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Kommentar

Zitat aus dem Wolgalied der Operette Der Zarewitsch (1927) von Franz Lehár (1870–1948): „Es steht ein Soldat am Wolgastrand, [/] Hält Wache für sein Vaterland, [/] In dunkler Nacht, allein und fern [/] Es leuchtet ihm kein Mond, kein Stern.“ (Lehár 1927, 9). Der Text stammt, wie meist bei Lehár, von jüdischen Librettisten, von Bela Jenbach (1871–1943) und Heinz Reichert (1877–1944).

Textausschnitte

Manker, Invention, S. NaN

[...] Es steht nämlich – verfluchter Frühlingssturm schon wieder, und das Ende Februar, man versteht seinen eigenen Gedanken nicht –, es steht nämlich, nein, nicht dem Robert Schneider endlich wieder sein Glied, seit ihn seine Pascale verlassen hat, oder sein Pascal, was weiß denn ich; ich kenne mich nicht aus mit diese belgische Spanisch!, ich weiß das auch nur aus der Illustrierten NEWS, in der Sie, eine Nummer zuvor, eine Nummer zuvor, gut, nicht, eine Nummer zuvor also als möglicher Burgtheater-Codirektor gehandelt wurden, Manker, es steht nämlich ein Soldat am Wolgastrand, hält Wache für sein Vaterland, was er am Ufer der Wolga nicht hätte tun können, es folgt das Wolgalied aus dem Zarewitsch von Lehár, einem Welterfolg unter den Lieblingsoperetten meines Vaters, der Zarewitsch steht wahrscheinlich so ernst und würdevoll am Wolgastrand wie mein Vater in oder als Wohltäter der Menschheit auf den Brettern des großen Pfarrsaales von St. Nikolai, und auf das Wolgalied folgt das Olgalied, ebenfalls aus –, nein, Verzeihung, das Sonjalied, das Lied der Sonja: Einer wird kommen [...]


Zitiervorschlag:
es steht nämlich ein Soldat am Wolgastrand. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.manker.828, 2019-02.