der Schubert nur aus der Operette, als Operette gekannt hatte

TEI version< zurück

Kommentar

Schuberts Leben und Wirken war vielfach Stoff für Theaterstücke, Filmdrehbücher und Operetten. Den Anfang der Operetten, die allesamt die Musik Schuberts integrierten, machte Franz Schubert (1864), ein „Liederspiel“ von Franz von Suppé (1819–1895) nach einem Libretto von Hans Max. Gustav Burchardt (1844–1919) brachte 1896 das „musikalische Festspiel“ Franz Schubert heraus. 1916 folgte das Singspiel Das Dreimäderlhaus von Heinrich Berté (1857–1924), dessen Libretto der süßliche, pseudobiedermeierliche Roman Schwammerl (1912) des steirischen Schriftstellers Rudolf Hans Bartsch (1873–1952) zugrunde liegt. Den erfolgreichen Dreimäderlhaus-Stoff bearbeiteten in der Folge Carl Lafite (1872–1944) in dem Singspiel Hannerl (1918) und M.[?] Dannenberg in Hannerl und Schubert (1919). 1927 folgte noch die Operette Franz Schuberts erste Liebe von Ernst Bethge (1878–1944), ein Jahr später Julius Bittners (1874–1939) Der unsterbliche Franz (vgl. Jary-Janecka 2000).

Textausschnitte

Manker, Invention, S. 168

[...] Ach, der arme Vater, einige Zeit noch Kaufmann in Ruhe, ohne diese freilich zu finden, ohne Ruhe zu haben vor der Mutter, vor meiner Mutter, seiner Frau, komisch, nicht, diese Familienverhältnisse; Ruhe, schönstes Glück, ein einziges Mal auch für ihn ausgesprochen, ausgesprochen nicht, hingeschrieben für ihn, der Schubert nur aus der Operette, nur als Operette gekannt hatte [...]


Zitiervorschlag:
der Schubert nur aus der Operette, als Operette gekannt hatte. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.manker.798, 2019-02.