Mein Vater war auch ein Kaufmann

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Kommentar

Anspielung auf den ersten Satz von Adalbert Stifters 1857 erschienenem Roman Der Nachsommer : „Mein Vater war ein Kaufmann“ (Stifter 1977, 7; s. Eintrag ›mein Vater‹).

Textausschnitte

Manker, Invention, S. 168

[...] Mein Vater war auch ein Kaufmann, aber auf ein solches nächtliches Zwischenspiel sich einzulassen wäre ihm nicht eingefallen, das wäre mit den Erfordernissen des kaufmännischen Denkens nicht in Einklang zu bringen gewesen, selbst mir hatte er früh schon das Gesellschaftsspiel D K T , das kaufmännische Talent, unter den Weihnachtsbaum gelegt; ich freilich hatte mit dem Spiel wenig anzufangen gewußt und das Kürzel DKT bald schon mit Der kleine Trottel übersetzt, zum MENSCH ÄRGERE DICH NICHT hingegen fühlte ich mich, wie soll ich sagen, leidenschaftlich, ja, leidenschaftlich, nein, leidenschaftlich doch nicht, nicht leidenschaftlich, aber einigermaßen, das ist besser, einigermaßen sage ich, einigermaßen hingezogen zum MENSCH ÄRGERE DICH NICHT fühlte ich mich, da mußte man auch nicht fortwährend kaufmännisch denken [...]


Zitiervorschlag:
Mein Vater war auch ein Kaufmann. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.manker.792, 2019-02.