Sanatorium Purkersdorf

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Kommentar

Das 1904 nach Plänen des Wiener Secessionisten Josef Hoffmann errichtete Kurhaus in der Wienerwaldgemeinde Purkersdorf gilt als „Hauptwerk der kubisch-geometrischen Phase des Wiener Jugendstils. […] Das Klientel des Sanatoriums setzte sich durchwegs aus den elegantesten Wiener Gesellschaftsschichten zusammen [...]. Josef Hoffmann entwarf unter Mitarbeit der Wiener Werkstätte auch die Einrichtung des Sanatoriums, deren Einzelstücke zu den bedeutendsten Möbeldesigns der Periode zählen.“ (Architekturzentrum Wien 2003) Nach dem „Anschluss“ 1938 fand eine „Übernahme unter Zwang“ (Enderle-Burgel 2018, 97) von der Erbengemeinschaft statt. Nach 1945 diente das Gebäude bis 1975 als Pflegeheim. In der Folge ließ man es verfallen, bis 1995 eine Renovierung stattfand. Zwischen 1996 und 2001 fand hier die Uraufführung von Joshua Sobols Theaterstück Alma unter der Regie von Paulus Manker statt.

Textausschnitte

Manker, Invention, S. 166

[...] nur wortlos gegen die versperrte Türe zu treten begonnen haben wird? Wortlos ja, aber nicht betonungslos, wenn schon nicht Bach, dann wenigstens Buxtehude, Dietrich Buxtehude, ohne Tante Trude, abgestiegen im Sanatorium Purkersdorf [...]

Manker, Invention, S. 199

[...] Zum Irrsinnigwerden! Aber warten Sie nur, warten Sie, zur Strafe werde ich Sie Ihre ALMA, Ihr sogenanntes Polydrama nicht im Sanatorium Purkersdorf [...]


Zitiervorschlag:
Sanatorium Purkersdorf. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.manker.774, 2019-02.