Alma Rahm

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Kommentar

Die 1921 gegründete Vorarlberger Sennereigenossenschaft Alma startete ihre Produktion mit dem in kleinen Portionen abgepackten, streichfähigen Rahmkäse, 1925 kam Schmelzkäse dazu. Beide Produkte bestehen in der charakteristischen Eckerlform bis heute.

Textausschnitte

Manker, Invention, S. 166

[...] Ist er das, werde ich mich zu spät gefragt haben, IST er das, ja, gut, weiter, ist ER es, jawohl, von dessen Absicht ich noch nichts wissen kann?, ja, weiter, aber nicht so schnell, nicht so achtlos, – der durch die zufällig, oder nicht zufällig unversperrte Haustüre ins Haus gelangt sein und sich, mehr Betonung, Manker, con espressione, sich durch das Stiegenhaus in den dritten Stock geschlichen haben wird? Der nach dem Betätigen der Türklingel nur wortlos gegen die versperrte Türe – müssen Sie das wirklich dermaßen herunterleiern, wie wenn Sie es eilig hätten, eilig, den nächsten Termin einzuhalten, im Sanatorium Hoffmann in Purkersdorf wahrscheinlich, oder wo immer, die Alma läuft Ihnen schon nicht davon, soviel Zeit muß sein, Mahler, pardon, Manker, die Alma kann warten, die Namensgeberin eines fürchterlichen vorarlbergischen Streichkäses, der einem in der Schule, auf dem von der Mutter bestrichenen und eingepackten Jausenbrot entdeckt, die große Pause nachhaltig verderben konnte, Alma Rahm, pfui Teufel, Tante Trude aus Buxtehude, kann warten, Manker, die Alma-Käse-Produktion, der glänzende Einfall, das Lustwandeln des Premierenpublikums, des von Klatschkameras begleiteten, im stillgelegten, verrotteten Sanatorium, nicht so leiern, so achtlos über den Text hinweglesen, nicht, nicht herunterleiern: [...]


Zitiervorschlag:
Alma Rahm. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.manker.770, 2019-02.