Robert Schneider

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Kommentar

Robert Schneider (* 1961), österr. Schriftsteller; ihm widmet Kofler seine auf Manker folgende literarische Invektive.

Textausschnitte

Üble Nachrede, S. 116

[...] Denn das Robert-Musil-Stipendium ist nicht mir, sondern, vielleicht, weil ich nicht Robert heiße, er aber schon, dem Robert Schneider [...]

Üble Nachrede, S. 117

[...] ohne Mühe, kein Haß, kein Neid, Neid worum denn –, Robert Schneider aus Vorarlberg, und außerdem jenem Gstr [...]

Manker, Invention, S. 171

[...] Es steht nämlich – verfluchter Frühlingssturm schon wieder, und das Ende Februar, man versteht seinen eigenen Gedanken nicht –, es steht nämlich, nein, nicht dem Robert Schneider [...]

Manker, Invention, S. 172

[...] Einer wird kommen, Manker, wer kann da gemeint sein, auf wen soll das zutreffen, auf den Schneider vielleicht, dem eine Sonja ins Haus steht, wiewohl ich nach Pascale eher auf eine Yasmin getippt hätte, aber gut, Sonja, warum nicht, singen kann sie auch, das ist wichtig, der Robert Schneider ist nämlich hochmusikalisch, aber ob sie wirklich ihn meint, in ihrem Lied, dem Lied der Sonja und des Inhalts, daß einer kommen werde [...]

Manker, Invention, S. 173

[...] nicht kißt der Sonnenschein, und nachfolgend gar Sou Chong im Duett, im Duett mit einer Lisa, eine Lisa, wäre das nicht auch etwas für den Robert Schneider, nein?, Duett Sou Chong-Lisa: Wer hat den Käse zum Bahnhof gerollt? Billige, billige, ich weiß, aber wer hat schon, wie ich, das Glück, in früher Kindheit auch vom Markt in Tarvisio geprägt worden zu sein, billige, billige, sehr günstige Armbanduhren, freilich mit einem kleinen Fehler, nämlich ohne Uhrwerk, Cartolini, Cartolini; zurück wieder, über die Grenze: Wer hat die Liebe uns ins Herz gesenkt, so heißt das Duett Sou Chong-Lisa, und das, und nichts anderes, spielen die Wiener, nein, die Villacher Sinfoniker unter Hans Schambein, ach, ich stelle gar nichts mehr richtig, und sie spielen alles, blendend disponiert wie jeden Rosenmontag, ungeniert, mit bestechendem Rubato, ohne auch nur den Gedanken aufkommen zu lassen, geschweige denn, darauf hinzuweisen, daß es sich bei all diesen auszugsweise aufgeführten Welterfolgen um die Lieblingsoperetten meines Vaters handelt; schamlos nachgerade; aber was soll man erwarten, bei einem solchen Dirigenten [...]

Manker, Invention, S. 217

[...] Also der Witz lautet folgendermaßen, nein, auch nicht, ach was, der Witz – der Witz geht so: Was unterscheidet Udo Jürgens, Robert Schneider, Konstantin Wecker und Arabella Kiesbauer? Lassen Sie sich Zeit, Manker, überlegen Sie in Ruhe – Jürgens, Robert Schneider, Konstantin Wecker, Arabella, der Unterschied [...]

Zerstörung der Schneiderpuppe, S. 235

[...] – Fischer, Schneider, du Fischer? Menschenfischer, wie der unsägliche deutsche Verleihtitel eines unseligen Filmes von Pasolini, du Fischer von Menschen? Nein? Du Fischer von Fischen? Fischer nicht? Menschenfischer aber schon, im Akademietheater ist dir sogar der Bundespräsident Klestil ins Netz gegangen; aber wenn nicht Fischer, dann vielleicht Zander, du vom Zander, Am Hang 24, du Zander? Zander nicht, nicht Fleisch vom Zander, Zander, Am Hang 24, nein? Aber wessen Fleisch und Blut, wessen Fleisch bist du, Zander, Blödsinn, Schneider? Ja, fremdes, auch dir fremdes Fleisch und Blut, kein Schneider – Fleisch und – Blut, Bruckfleisch wahrscheinlich, das kennen wir inzwischen zur Genüge, Robert, und doch könnte das des Rätsels Lösung sein: FLEISCH; Fleisch, ein Name, der im Telefonregister deiner kleinen Heimatgemeinde an die zwanzigmal vorkommt, fast so oft wie der Name Loacker, Loacker freilich öfter, aber Loacker gibt nichts her, außerdem heißt du ja Robert Schneider und nicht Norbert Loacker [...]


Zitiervorschlag:
Robert Schneider. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.manker.1092, 2019-02.