Garsten

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Kommentar

Die Justizstrafanstalt Garsten, südlich von Steyr in Oberösterreich, entstand 1850 aus einem aufgelassenen Benediktinerkloster und dient zur Inhaftierung von Männern mit längeren Haftstrafen.

Textausschnitte

Manker, Invention, S. 214

[...] Wie? Irrsinn, Kukident, wie kommen Sie denn auf Jack Unterweger? Dem wäre nicht einmal dieser eine Satz gelungen, dieser eine Satz schon gar nicht, außerdem ist die Schreibmaschine ja nicht in Stein eingesessen und schon gar nicht lebenslänglich, auch nicht in Garsten, sondern im Landesgerichtlichen Gefangenenhaus in Wien, im sogenannten Zweierlandl, und die Zustände im Wiener Landesgerichtlichen Gefangenenhaus sind mit denen in der Anstalt Garsten nicht zu vergleichen; außerdem ist meine Maschine ja nicht wegen eines Kapitalverbrechens hinter Gittern gewesen, sondern wegen Suchtgiftmißbrauchs und Drogenhandels; kurzum, großzügig, wie ich nun einmal bin, habe ich das gute Stück einem in Bedrängnis geratenen und im Gefängnis gelandeten Freund überlassen, der von seiner Frau, einer Bankbeamtin, und ihrem Liebhaber auf das Fürchterlichste hereingelegt worden war dadurch, daß die Frau das gemeinsame Cannabisversteck im Keller verraten und vor Gericht als Kronzeugin gegen ihn ausgesagt hatte [...]


Zitiervorschlag:
Garsten. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.manker.1068, 2019-02.