Lebensschreibmaschine

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Kommentar

Kofler bezieht sich auf Thomas Bernhards berühmt gewordene Zuschreibung „Lebensmensch“ , mit der der Ich-Erzähler in Wittgensteins Neffe seine „Lebensfreundin“ bedenkt: „Aber in Wahrheit wäre ich auch ohne den Paul [...] nicht allein gewesen, denn ich hatte ja meinen Lebensmenschen, den nach dem Tod meines Großvaters entscheidenden für mich in Wien, meine Lebensfreundin, der ich nicht nur sehr viel, sondern offen gesagt, [...] mehr oder weniger alles verdanke“ (Bernhard 2008, 223f.).

Textausschnitte

Manker, Invention, S. 214

[...] weil ich sie in der Zeit ihres Gefängnisaufenthaltes, also jahrelang, auf einer damals gerade in Mode gekommenen elektrischen Schreibmaschine betrogen und hintergangen habe; ah, ich war wie elektrisiert, als ich zum ersten Mal – Nein, dermaßen aufzuführen braucht sie sich auch nicht, meine Lebensschreibmaschine, denn zur selben Zeit hat ja ein anderer drinnen auf ihr ein Buch geschrieben, das nichts anderes zum Inhalt hat als den Alltag des sogenannten Strafvollzuges, und dessen, des Buches, letzter Satz lautet: Geschrieben auf K [...]


Zitiervorschlag:
Lebensschreibmaschine. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.manker.1060, 2019-02.