Auch das angebaute Konzerthaus mit den 550 Sitzplätzen und den 14 Logen gibt es schließlich nicht mehr, nicht mehr den Kinematografen, nicht den Kabarettsaal im Souterrain, nicht die Spiel-, Schreib- und Lesezimmer, die Damenzimmer nicht, die Raucherzimmer nicht mehr.

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Kommentar

Kofler bezieht sich hier nicht auf den historischen Bestand des Parkhotels Villach, sondern auf die ehrgeizigen Pläne bei der Errichtung. An das Hotelgebäude sollte ein Theater- und Konzertsaal mit 550 Sitzplätzen und 14 Logen angebaut werden – ein Stadtführer, auf den sich Kofler bezieht, berichtet 1912 davon (vgl. Kumpf 1912, 38). „Diese Pläne gelangten jedoch nie vollständig zur Ausführung, obwohl die Fundamente bereits gelegt waren“ (Anthofer/Lex 1999 , 32). Die erwähnten Spiel-, Schreib-, Raucher- und Lesezimmer gab es tatsächlich, auch den Kabarettsaal sowie das „Parkkino“ (vgl. Anthofer/Lex 1999, 38 u. 42). Das Parkhotel Villach wurde bis ins Jahr 1988 betrieben. Nach einer Renovierung wurde das Gebäude 1999 durch einen Nutzermix aus Wohnungen, Geschäften, Veranstaltungsräumen, Arztpraxen und dem Parkcafé neu belebt.

Textausschnitte

Herbst, Freiheit, S. 10

[...] Auch das angebaute Konzerthaus mit den 550 Sitzplätzen und den 14 Logen gibt es schließlich nicht mehr, nicht mehr den Kinematografen, nicht den Kabarettsaal im Souterrain, nicht die Spiel-, Schreib- und Lesezimmer, die Damenzimmer nicht, die Raucherzimmer nicht mehr. Damals, ja [...]


Zitiervorschlag:
Auch das angebaute Konzerthaus mit den 550 Sitzplätzen und den 14 Logen gibt es schließlich nicht mehr, nicht mehr den Kinematografen, nicht den Kabarettsaal im Souterrain, nicht die Spiel-, Schreib- und Lesezimmer, die Damenzimmer nicht, die Raucherzimmer nicht mehr.. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.herbst.40, 2019-02.