Winkler

TEI version< zurück

Kommentar

Vermutlich Anspielung auf den Kärntner Schriftsteller Josef Winkler (* 1953)

Textausschnitte

Herbst, Freiheit, S. 14

[...] Nur weil ihnen für den Motorsport kein Opfer zu groß gewesen sei – einer von ihnen, der Jüngste, habe den KFZ-Spengler und Motorradhändler Winkler [...]

Herbst, Freiheit, S. 15

[...] draußen, er sei immer schon ungut, nichts als ungut gewesen), weil dieser, am Heiligen Abend, die Reifen der neuen Moto-Cross-Maschine aufgeschlitzt hätte, mit dem Maurerfäustel bestraft und den Bastard am Christtag in der nahen Mur bestattet; oder, vor kurzem erst, hätten sie, zum Dank für das Einstellen eines Vergasers – der Waffenhändler, der Jagdund Sportwaffen-Winkler, habe mit dem Vergaser seiner Honda immer größte Probleme gehabt –, sich auf einer vom Waffen-Winkler, vom Winkler Gust mitgebrachten Vierundvierziger Magnum einschießen dürfen, und prompt sei eine Radfahrerin auf der Landstraße in einen Schuß hineingeradelt, mit dem Kopf in einen Schuß hineingefahren, die blöde Gans [...]

Herbst, Freiheit, S. 19

[...] Feber 1954, unsere Namen, schreibe ich, unsere Namen: Kofler Werner, Millonig Hubert, Kellner Hartwig, Roic Raimund, Winkler Friedrich, Eibisch Hanns; Konrad, hol den Schlitten, setze ich fort, es ist noch Zeit genug; Willi soll auch mitfahren! Otto nimm dich zusammen, ein Herr schaut uns zu! So, nun geht es los [...]

Herbst, Freiheit, S. 50

[...] Sind Sie denn nicht das Fräulein Winkler, hat Sie nicht Professor Schmidt-Dengler geschickt, nein? Was sagen Sie, mein Kopf hätte zwischen Ihren Schenkeln nichts verloren, und das Fräulein Winkler würde sich fein bedanken, wenn es – Aber wie kann denn mein Kopf zwischen Ihre Schenkel geraten, das verstehe ich nicht, das wäre interessant zu erfahren [...]

Herbst, Freiheit, S. 61

[...] Ein großer Angeber sind Sie, waren Sie, werden Sie in Kürze gewesen sein! Mut zur Wirklichkeit, Freundchen, zu den einfachen Dingen: eine entschlossene Hand, verstehen Sie, eine Laubsäge, ein gut gespanntes Sägeblatt, mit Curare bestrichen, eine beliebige Hautpartie, eine kurze Bewegung, und schon – so, immer bedrohlicher, der olivgrüne Fremde dicht neben mir, so wie Sie jetzt, ganz dicht neben mir, ein Mann noch dazu, und nicht, wie Sie, eine Frau, ich konnte seinen Atem spüren, wie im Augenblick den Ihren, die Spannung war spürbar wie – wie die straffe Brust einer schönen, jungen Frau, und plötzlich nahm ich allen Mut zusammen und – und griff plötzlich –Nein, wieder nichts? Ich möge meinen Händen Einhalt gebieten, Sie seien nicht das Fräulein Winkler, und Professor Schmidt-Dengler kennten Sie nicht? Ah, Professor Schmidt- Dengler würde sich fein bedanken, wenn er –Nun, ich setze auf Ihre Diskretion [...]

Herbst, Freiheit, S. 82

[...] Wie wenn nicht ein gewisser Winkler bei Ihnen aus und ein ginge, und nicht nur ein gewisser Winkler [...]

Manker, Invention, S. 209

[...] Oh, daß er mir – ja, was denn? Was würde er? Ich würde doch gar nicht in der Nacht kommen, ich würde auch keine Glühbirne herausschrauben, wie beim bis heute nicht aufgeklärten Karfreitagsmord, deshalb würde ich auch nicht den Morgen, kurz vor Geschäftsbeginn als Zeitpunkt wählen, nein, ich würde am Tage in der Anwaltskanzlei erscheinen, in der Elisabethstraßenkanzlei, im Verbrecherkontor, am Nachmittag würde ich dort erscheinen, nachmittags, im Halblicht, wie der Zimmerer Winkler [...]


Zitiervorschlag:
Winkler. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.herbst.368, 2019-02.