Agostino

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Kommentar

Den Namen dürfte Kofler aus Raymond Chandlers Roman Der lange Abschied übernommen haben „›Er heißt Chick Agostino‹, sagte ich. ›Er spielt Leibwächter bei einem Ganoven namens Menendez‹“ (Chandler 1975, 173).

Textausschnitte

Herbst, Freiheit, S. 54

[...] Ich heiße übrigens, nein, schon wieder nicht übrigens, naturgemäß, naturgemäß heiße ich Agostino, das ist freilich nicht mein wirklicher Name, aber wer kann sich seinen Namen schon aussuchen; meine Freunde nennen mich Chick [...]

Herbst, Freiheit, S. 59

[...] Dann aber: Um Himmels willen, was ist denn, geben Sie das Ding weg, wer sind Sie, nein, nicht –, rief ich, als plötzlich, ohne daß ich jemand hätte eintreten hören, jemand dicht neben mir war, so wie jetzt Sie, und ich das streng gespannte, scharfe Sägeblatt eines Laubsägebogens an meiner Kehle verspürte, der ungebetene Besucher, Sie werden es schon erraten haben, war niemand anderer als der olivgrüne Fremde aus dem Mastroserio-Konzert, der sich als Chick Agostino [...]

Herbst, Freiheit, S. 60

[...] Nein, was es alles gibt, da werden Sie es auch nicht leicht haben, Herr Agostino [...]

Herbst, Freiheit, S. 61

[...] Das hätte ich besser nicht gesagt, denn Herr Agostino traf vollends Anstalten, über mich herzufallen, und fuhr mit seiner Laubsäge wild und gefährlich nahe vor meinem Gesicht herum [...]

Herbst, Freiheit, S. 62

[...] Pfeilgift – Erfindung! Die Laubsäge, die Laubsägengeschichte: Erstunken und erlogen! Herr Agostino, den seine Freunde Chick nennen – pure Erfindung! Der berühmte Mastroserio: so großartig erfunden, daß er sich für wirklich hält! Und jetzt gehen Sie, und gehen Sie schnell [...]


Zitiervorschlag:
Agostino. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.herbst.226, 2019-02.