Mozart-Requiem

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Kommentar

Das Requiem in d-Moll (KV 626) aus dem Jahr 1791 ist Mozarts letzte Komposition, er starb während der Arbeit daran. Das Fragmentarische befeuerte unzählige Interpretationen und Spekulationen (vgl. u.a. Schick 2005, 240ff.).

Textausschnitte

Herbst, Freiheit, S. 51

[...] Die Idee, so der Fremde, die in Rede stehende Ermittlung in Auftrag zu geben, sei ihm an einem Dezemberabend, gegen Mitternacht, auf einem Barhocker in der sogenannten Kix Bar in der Wiener Innenstadt gekommen, als plötzlich – überraschend und ansatzlos-aus den im hohen, würfelförmigen Raum verteilten Lautsprechern das Mozart-Requiem zu hören, in weiterer Folge aber nicht oder nicht mehr oder immer weniger zu hören gewesen sei, weil es einfach nicht vom Gesprächslärm, von vielerlei Sprachfetzen, Unterhaltungen, Erörterungen, Analysen, Meinungsäußerungen, von einem ungehemmt ausgeschütteten Gesprächsund Informationsmüll zugedeckt, zugeschüttet, erstickt worden sei, zugeschissen, wie er sich ausdrückte [...]


Zitiervorschlag:
Mozart-Requiem. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.herbst.208, 2019-02.