Wehe dem, der wehe tut!

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Kommentar

Zitat und Kapitelüberschrift aus Karl Mays „Reiseerzählung“ Im Lande des Mahdi (May 1976, 383; 395)

Textausschnitte

Kalte Herberge, S. 291

[...] kann, erhängt aufgefunden, wenngleich, wie sich schnell herausstellt, von fremder Hand erhängt, gehenkt also; als Signatur, als Markenzeichen gewissermaßen, hat der unheimliche Täter in einer rätselhaften, aufwendigen Inszenierung einen Schreibtisch mit Rolladen, eine Stutzuhr mit einem Spielwerk, das zur vollen Stunde die Melodie des Liedes Üb immer Treu und Redlichkeit bis an dein kühles Grab erklingen läßt, sowie eine Tube Haftcreme für Zahnprothesen der Marke KU- KIDENT neben dem (gar nicht bedauernswerten – Wehe dem, der wehe tut! – ) Opfer hinterlassen, wie wenn der Unheimliche sich seiner Sache sehr sicher gewesen wäre und den Ermittlern an Kombinatorik und intertextuellem Denken alles abverlangen wollte; der Hotelier, werden Kommissar Eisner und seine Assistentin herausfinden, wird zunächst genötigt worden sein, auf den Schreibtisch zu steigen, und von dort aus in die vorbereitete Schlinge gestoßen oder gestürzt, besser gestürzt, worden sein [...]


Zitiervorschlag:
Wehe dem, der wehe tut!. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.herberge.1590, 2019-02.