Herr Kofler, Sie sind verhaftet

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Kommentar

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Textausschnitte

Kalte Herberge, S. 286

[...] Gegenteil, er bringt nur alles durcheinander, auch unter den Koflers, in meiner Genealogie, was für ein Durcheinander, in diesen anderthalb Stunden Kofler, Kofler im Übermaß: Der Kofler zahlt gut, der Kofler hat sicher noch Leichen im Keller, die Koflers halten zusammen wie – wie Herr Kofler, Sie sind verhaftet, Werner Kofler ist tot, wie ein Herold zur Tür herein irgendein Detektiv –, irgendein Gendarmerie-Rayonsinspektor-Darsteller: Werner Kofler ist tot, er hat sich erhängt, derhängt, um genau zu sein, und überhaupt, die Koflerbrüder, der Markus und der Werner, wie Kain und Abel seien sie, die ungleichen Brüder, aber Zusammenhalten tuen sie, die jungen Herren Hoteliere, so Hans Kofler, der Vater, emeritierter Hotelier, über seine Söhne, von oben nach unten, von der Almhütte zum Hotel hinunter, über dem Hotel, über das Hotel, das Alpenhotel und seine Betreiber, im Unfrieden gesprochen, in jenem Unfrieden, zu dem der Tiroler in Verwandtschaftsoder Nachbarschaftsverhältnissen so sehr neigt; Kkrr kkrr, hetz trrinkk ma zearschst amol a Schnappsl, Hearr Inschpekta, Zitat Hans Kofler (dargestellt von Theo Rufnatscha, rechts im Bild) – wie Kain und Abel die Koflerbrüder, der Markus (der Ältere) immer schon ein Angeber und Draufgänger, der Werner (der Jüngere) immer schon ein Schwächling gewesen [...]


Zitiervorschlag:
Herr Kofler, Sie sind verhaftet. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.herberge.1532, 2019-02.