Nachtigall ick hör dir trapsen

Textausschnitte

Kalte Herberge, S. 277

[...] – Vor sich hinreden und langsam davongehen, sich entfernen, mich entfernen und zurückschauen, zurück auf verschneite Bergeshöh’n, auf Wiesen und Wälder im Mondlicht, nächtlich stille Gassen und erleuchtete Fenster, Fenster, hinter denen bis zum Morgen Licht brennt, und die manchmal auffliegen, auf daß, von entschlossener Hand geführt, ein mit Kippen voller Aschenbecher auf das Trottoir tief unten entleert werde, zurückblicken auf einen Schreibtisch vom Ausmaß eines Passagierdampfers, nein, eines Kriegsschiffes oder einer Burg, mit Aufbauten, Rolladen und Zugbrücke, nein, Zugbrücke nicht, Zugbrücke auch, aber nicht am Schreibtisch, nicht wirklich, nur bildlich, bei Angriffen, ob Sturmangriffen oder listenreich, aus dem Hinterhalt oder von der Seite her, Nachtigall ick hör dir trapsen [...]


Zitiervorschlag:
Nachtigall ick hör dir trapsen. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.herberge.1494, 2019-02.