Meinl am Graben

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Kommentar

Delikatessengeschäft in der Wiener Innenstadt

Textausschnitte

Kalte Herberge, S. 265

[...] – Nein, durch meine Abwesenheit gewiß nicht, und in so jungen Jahren, das wäre sein Stil nicht gewesen, dem auch vor meiner letzten Abreise noch kein Schrank hoch genug sein konnte, daß er nicht binnen Sekunden – Nie wieder wird er in der Küche, vor dem Kühlschrank, erwartungsvoll beobachten, wie ich ihm das bei Meinl am Graben gekaufte Roastbeef oder, zweite Wahl, geräucherte Forellenfilet auf seinem Tellerchen zurechtrichte, um es dann, vom Kater mit Schnurren und senkrecht erhobenem Schwanz begleitet, ins Eßzimmer auf sein Tischchen neben dem Eßtisch zu bringen, was heißt bringen, um es mit großem Schwung, mit einer ausladenden Geste zu servieren [...]


Zitiervorschlag:
Meinl am Graben. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.herberge.1360, 2019-02.