Böse Nase

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Kommentar

Böse Nase (2228 m): Kärntner Berggipfel in der Reißeckgruppe der Hohen Tauern

Textausschnitte

Kalte Herberge, S. 252

[...] Selbst am Morgen, selbst wenn ich in aller Frühe aufgebrochen wäre, die Heimwerkergeräusche hätten mich ereilt und mir den Tag verdorben, die Geräusche, wie sie entstehen, wenn alte Bäume gestutzt, gemaßregelt, zu bloßen Torpfosten zurechtgestutzt werden – – In der Nacht, vielleicht, in der Nacht hätte ich Weggehen sollen, aufbrechen, da ruhen die Rasenmäher und Bohrmaschinen, die Elektrosägen und Heckenscheren, und mit ihnen die Landskroner Siedler, die Siedler müssen Kraft schöpfen für den nächsten Tag, Kraft, den Bäumen und Pflanzen Benehmen beizubringen, Rasen und Hecken einen Faconschnitt zu verpassen, Kraft auch für die Innenarchitektur, die Landskroner Siedler sind besessene Innenarchitekten; – auf Abwege geraten, im frühen Nachmittagslicht, im Hundegebell, beim Gehen durch die Siedlung auf der Strecke geblieben – Aufgegeben und nicht mehr dort gewesen, Millstatt aufgegeben und Obermillstatt, den Weg durch die Schlucht, nicht mehr Millstatt und nicht mehr Obermillstatt, keine Aussicht mehr auf die Böse Nase [...]


Zitiervorschlag:
Böse Nase. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w3.herberge.1300, 2019-02.