»Lied vom Sanitätsgefreiten Neumann«

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Kommentar

Sanitätsgefreiter Neumann: zotige Figur in variabel veränder- und erweiterbaren schmierig-obszönen Liedversen, die von den Soldaten im Kriegseinsatz nach verschiedenen Melodien gesungen wurden. Die Figur tauchte Mitte des 19. Jahrhunderts in Zwickau erstmals auf. (vgl. Schalk 1973, 5) Eine Version lautete: „Er lebe hoch, [/] Er lebe hoch, [/] Er lebe hoch der Sanitätsgefreite Neumann, [/] Der, schon lang ist’s her, [/] Die neue Wichsmaschine hat erfunden. [/] Früher mußte man sich plagen, [/] Um sich einen abzujagen. [/] Heute wendet jeder Mann [/] Neumanns Wichsmaschine an.“ (Schalk 1973, 6)

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 130

[...] – Hier eine Kneipenszene aus Münster, ein Frühschoppen mit Pils und Korn, gerade wurde das Lied vom Sanitätsgefreiten Neumann intoniert – haben Sie gehört? – und jetzt sagt der Wirt – hören Sie? – jetzt sagt der Wirt: Nur im Krieg erfährt man, was der Mensch gilt [...]


Zitiervorschlag:
„Lied vom Sanitätsgefreiten Neumann“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.973, 2019-02.