»Sie hausten behaglich und hatten Kinder, deklamierte er plötzlich, die hießen Hölder, Hausmann und Schmied, Bauer, Pflüger, Bonde, Steilbart, Breit, Garbenbart, Bursch, Degen, Mann.«

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Kommentar

Kofler zitiert hier Das Lied von Rig (auch: Das Merkgedicht von Rig, altnord. Rígsþula), Teil der so genannten Älteren Edda oder Liederedda (häufig auf 1270 datiert), einer Sammlung von Liedern unbekannter Autoren, die Stoffe der nordischen Mythologie, aber auch germanische Heldensagen behandeln. Das Lied von Rig schildert den Ursprung der Stände (Knechte, freie Bauern und Adlige), hier im Ausschnitt die Bauern. Gott Rigbesucht nacheinander drei Familien, die in unterschiedlichen Verhältnissen leben. Er zeugt jeweils einen Sohn mit der Frau des Hauses. Die genannten Kinder sind die Nachfahren des mit der zweiten Frau gezeugten Sohnes. „Sie hausten behaglich [/] und hatten Kinder; [/] die hießen: Hölder , [/] Hausmann und Schmied , [/] Bauer , Pflüger , [/] Bonde , Steilbart , [/] Breit , Garbenbart , [/] Bursch , Degen , Mann .“ (Edda 1992, 99)

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 129

[...] Sie hausten behaglich und hatten Kinder, deklamierte er plötzlich, die hießen Hölder, Hausmann und Schmied, Bauer, Pflüger, Bonde, Steilbart, Breit, Garbenbart, Bursch, Degen, Mann. ( [...]


Zitiervorschlag:
„Sie hausten behaglich und hatten Kinder, deklamierte er plötzlich, die hießen Hölder, Hausmann und Schmied, Bauer, Pflüger, Bonde, Steilbart, Breit, Garbenbart, Bursch, Degen, Mann.“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.967, 2019-02.