»History-Land-Projekt«

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Kommentar

(1985): lanciertes Projekt des Bauunternehmers Robert Rogner, in Villach (am Gailspitz bei der Einmündung der Gail in die Drau) eine riesige Kugel zu bauen, in der man eine Liliputbahnfahrt durch die Menschheitsgeschichte („Geschichte, wie sie wirklich war“, Mnemosyne 1989, 4) unternehmen kann. Das Projekt wurde – auch wegen der von einer Bürgerinitiative getragenen Proteste gegen die „radikal simplistische Aufbereitung von Geschichte“ (Mnemosyne 1989, 7) – nicht realisiert. Das „History Land“ sollte dann, so Rogners kurzfristiger Plan (1988): , in dem nicht in Betrieb genommenen Atomkraftwerk Zwentendorf realisiert werden. Kofler hat das Motiv der „Begehbarkeit von Geschichte“ im Abschnitt der Führung durch das „Museum der deutschen Geschichte“ verarbeitet.

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 20

[...] Ein Mann wie Rogner ist äußerst empfindlich, gerade jetzt, da die Verhandlungen über Standort und Subventionierung seines History-Land-Projektes – der zahlende Besucher zu Gast in der Phylogenese, genial! Das Erwachsenwerden des Abenteuerspielplatzes! – durch bürokratischen Kleinmut und lächerliche Bedenken sich hinziehen [...]


Zitiervorschlag:
„History-Land-Projekt“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.95, 2019-02.