Guldensack

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Kommentar

Diese Figur in Werner Egks Oper Die Zaubergeige wird – der sprechende Name deutet es an – als Wucherer dargestellt: „So ein Sack voll Geld ist doch das beste Skapulier [Überwurf eines Ordensgewandes]. Ich weiß, was das Geld gilt und halt’s für meinen Gott!“ (Egk 1935, 87f.) Die „verschwiegene Quelle“ des Stücks „ist das berüchtigte Grimm-Märchen vom Juden im Dorn , der in der Oper als Wucherer Guldensack auftritt und den des Kaspars Geige so lange zum Tanzen zwingt, bis der ,unchristliche Geldwolf‘ bewusstlos zusammenbricht.“ (Braunmüller 2001)

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 118

[...] Und nun die Egk-Abteilung! – Hier Werner Egk während der Arbeit an seiner „Zaubergeige“, er probiert gerade eine Szene mit dem Juden Guldensack; am Nebenpult ist er mit einer Auftragsarbeit für den Reichssender Leipzig befaßt – sehen Sie nur, welche Tiefe, welche Anstrengung –, mit dem Weihespiel Die hohen Zeichen, nach Weinheber, einem Österreicher, es ist komisch, nicht? Er muß sich beeilen, die Ursendung soll ja zum Geburtstag des Führers stattfinden [...]


Zitiervorschlag:
Guldensack. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.871, 2019-02.