Cesar Bresgen

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Kommentar

Cesar Bresgen (1913–1988), österreichischer Komponist, Studium in München, 1936–1939 Tätigkeit beim „Reichssender München“, ab 1939 Leiter der „Mozartspielschar der HJ“ und Professor für Kompositionslehre am Salzburger Mozarteum (1941 „Reichsmusikschule“). „Seine Arbeitsberichte zeigen das Bild einer engen Verzahnung von Musikunterricht und politischer Instrumentalisierung je nach Anlass.“ (Nußbaumer 2013) 1944 gab das SS-Hauptamt eine Bläserfanfare >in Auftrag, die zur Eröffnung der Schau „Deutsche Künstler und die SS“ in Salzburg ertönte. (vgl. Klee 2009, 71; Prieberg 1982, 15) Als Leiter der „Musikschule für Jugend und Volk“ war er gemeinsam mit Tobias Reiser (s. Eintrag ›Tobias Reiser‹) Vorreiter der Musikerziehung in Salzburg. Das Orchesterstück Totenfeier (1937) wurde in der NS-Zeit viel gespielt ;Bresgens Bläsermusik op. 17 umfasst einen „Festlicher Ruf“ benannten Teil und ist für Blechbläser und Pauken notiert. Aufgrund seiner NS-Vergangenheit war Bresgenerst ab 1950 wieder am Mozarteum tätig.


Cesar Bresgen, 1965
Foto: Votava / Imagno / picturedesk.com

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 117

[...] Daneben steht Cesar Bresgen [...]


Zitiervorschlag:
Cesar Bresgen. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.867, 2019-02.