Rudolf Wagner-Régeny HIER

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Kommentar

Rudolf Wagner-Régeny (1903–1969), deutscher Komponist, beeinflusst u.a. von Kurt Weill und Hanns Eisler. Im Zentrum seines Schaffens stand die Oper; Der Günstling oder Die letzten Tage des großen Herrn Fabiano (1935) mit einem Libretto von Caspar Neher wurde zu einem großen Erfolg. Den Nationalsozialisten stand er anfangs „hilflos bis ablehnend“ gegenüber (Karner 2002, 177), aber er nahm Aufträge an. 1934 lud die „NS-Kulturgemeinde“ mehrere Komponisten ein, eine neue Instrumentalmusik zu Shakespeares Sommernachtstraum zu schaffen. Wagner-Régeny nahm, im Gegensatz etwa zu Hans Pfitzner und Werner Egk, die mit einem Honorar von 2000 Reichsmark verbundene Einladung an. (vgl. Prieberg 1982, 150f.) Seine Oper Johanna Balk führte bei der Uraufführung 1941 an der Wiener Staatsoper zu Tumulten zwischen Gegnern und Befürwortern dieser Musik. Wagner-Régeny arbeitete in der NS-Zeit als freischaffender Komponist und gab Kompositions- und Theorieunterricht, 1943–45 Militärdienst. Nach 1945 lebte er in der deutschen Sowjetzone bzw. DDR.

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 117

[...] Sie sehen hier – er deutete auf einen der Tondichter – Carl Orff bei der Neuschöpfung der Musik zu Shakespeares „Sommernachtstraum“, und dort – er wies auf ein Pult in der Nähe – sehen Sie Rudolf Wagner-Régeny bei der Lösung derselben Aufgabe [...]


Zitiervorschlag:
Rudolf Wagner-Régeny HIER. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.865, 2019-02.