»Es stanken die Straßen nach Mist, die Hinterhöfe nach Urin, es stanken die Treppenhäuser nach Rattendreck und die Küchen nach verdorbenem Kohl – so einfach … Die Stuben stanken – so, verstehen Sie? Aus den Kaminen stank der Schwefel, aus den Gerbereien die Laugen, aus den Schlachthöfen stank das Blut, aus den Mündern stanken die verrotteten Zähne«

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Kommentar

Variiertes Zitat aus Süskinds Das Parfum : „Es stanken die Straßen nach Mist, es stanken die Hinterhöfe nach Urin, es stanken die Treppenhäuser nach fauligem Holz und nach Rattendreck, die Küchen nach verdorbenem Kohl und Hammelfett; die ungelüfteten Stuben stanken nach muffigem Staub, die Schlafzimmer nach fettigen Laken, nach feuchten Federbetten und nach dem stechend süßen Duft der Nachttöpfe. Aus den Kaminen stank der Schwefel, aus den Gerbereien stanken die ätzenden Laugen, aus den Schlachthöfen stank das geronnene Blut. Die Menschen stanken nach Schweiß und nach ungewaschenen Kleidern; aus dem Mund stanken sie nach verrotteten Zähnen […]“ (Süskind 1985, 5–6).

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 92

[...] Es stank, es stank, haha! Es stanken die Flüsse, es stanken die Plätze, es stanken die Kirchen und Paläste – so wird ein Umfeld, eine Handlungsebene für einen erfolgreichen Helden geschaffen! Es stanken die Straßen nach Mist, die Hinterhöfe nach Urin, es stanken die Treppenhäuser nach Rattendreck und die Küchen nach verdorbenem Kohl – so einfach [...]


Zitiervorschlag:
„Es stanken die Straßen nach Mist, die Hinterhöfe nach Urin, es stanken die Treppenhäuser nach Rattendreck und die Küchen nach verdorbenem Kohl – so einfach … Die Stuben stanken – so, verstehen Sie? Aus den Kaminen stank der Schwefel, aus den Gerbereien die Laugen, aus den Schlachthöfen stank das Blut, aus den Mündern stanken die verrotteten Zähne“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.671, 2019-02.