»Kanzler auf dem Großvenediger«

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Kommentar

Anspielung auf Franz Vranitzky (* 1937), SPÖ-Politiker, ab 1976 in diversen österreichischen Banken in leitender Funktion tätig. 1984 Ernennung zum Finanzminister im Kabinett Sinowatz, nach dessen Rücktritt nach der Wahl Kurt Waldheims zum Bundespräsident im Juni (1986): wurde er Bundeskanzler, im November des Jahres gab es Neuwahlen, Vranitzky wollte die Koalition mit der FPÖ unter dem neuen Parteiobmann Jörg Haider nicht fortführen. Die Besteigung von Österreichs dritthöchstem Berg, dem Großvenediger (3666 m), Ende August (1986): war Teil einer Imagekampagne im Vorfeld des Wahlkampfes. Ein Reporter der Kronen Zeitung war Teil der Seilschaft, Vranitzky erwies sich als „konditionsstarker Bergsteiger“. (Kindermann 1986)


„Der Kanzler am Seil“: Bericht in der Kronen Zeitung, 31. 8. 1986
Foto: Wolfgang Straub

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 17

[...] Ich weiß natürlich nie, was scheußlicher ist, und wer gefährlicher, schädlicher, höre ich den Fremden sagen, der gemeine Flachlandräuber auf der Suche nach dem Rustikalen oder der Kanzler auf dem Großvenediger [...]


Zitiervorschlag:
„Kanzler auf dem Großvenediger“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.67, 2019-02.