»Ich, Lorenz Vischer, war mit anderen nach Soest geschickt worden, um die münsterische Lehre zu verkünden und Hilfe zu holen.«

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Kommentar

Abwandlung eines Zitats aus dem historischen Roman Elisabeth Wandscherer, die Königin von Joseph von Lauff (1855–1933): „Die Stadt lag ihm zu Füßen, und in Kraft seines Willens sandte er [der „König des neuen Jerusalem“] noch in selbiger Stunde seine Apostel nach allen Seiten der Windrose, um die neue Lehre auch in die äußersten Ecken seines ihm vorschwebenden Reiches zu tragen. Nach Soest oder der Mittagsgegend zu: Joachim Kosser, den Weber, Philippus Butendick, Lorenz Vischer und Thyß Ummegrove.“ (Lauff 1931, 153) Dieser 1931 erschienene Roman handelt von den Wiedertäufern im Münsterland, vom sogenannten „Täuferreich von Münster“ im 16. Jahrhundert. Lauff war ein zu Lebzeiten vor allem im deutschnationalen Lager vielgelesener Autor, der mit bis zu zwei veröffentlichten Trivialromanen pro Jahr die Geschichte seiner niederrheinischen Heimat behandelte.

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 89

[...] Nein, nicht auf meiner Schreibmaschine! – Ich, Lorenz Vischer, war mit anderen nach Soest geschickt worden, um die münsterische Lehre zu verkünden und Hilfe zu holen. Wir ließen zunächst in den Straßen unseren Bußruf erschallen, dann drangen wir ohne alle Furcht in die Ratsstube ein, wo der Rat mit Stadtsachen beschäftigt war [...]


Zitiervorschlag:
„Ich, Lorenz Vischer, war mit anderen nach Soest geschickt worden, um die münsterische Lehre zu verkünden und Hilfe zu holen.“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.607, 2019-02.