Gletscherschigebiet

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Kommentar

1987 wurde am Wurtenkeesam Fuße des Schareckin der Gemeinde Flattachein Sommerskigebiet errichtet, mit der Inbetriebnahme ging die Umbenennung in „Mölltaler Gletscher“einher. Das geschah nicht zuletzt aus Imagegründen, war doch die Bezeichnung Wurtenkees mit den starken Protesten vor allem des Österreichischen Alpenvereins gegen das Projekt, die mit einem starken medialen Echo einhergingen, verknüpft. (1985): etwa schrieb das Nachrichtenmagazin profil , bezugnehmend auf die erfolgreichen Proteste gegen ein Donaukraftwerk bei Hainburgim Jahr zuvor, von einem Hainburg am Gletscher“. 1997 ermöglichte die Errichtung einer Stollenbahn den Ganzjahresbetrieb. (vgl.Lamprechter 2006)

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 11

[...] Die seltenen Zirben, die stürzenden Wasser, der berühmte Tauern-Eisenhut – uninteressant, wir wollen Arbeitsplätze! Wir brauchen Industrieansiedlung, Infrastruktur, Gletscherschigebiete, sage ich, Umlaufseilbahnen, Speicherkraftwerke! Ich sage: Speicherkraftwerke und nochmals Speicherkraftwerke, das brauchen wir, und das werden wir bekommen, ruft der Bergführer [...]

Am Schreibtisch, S. 15

[...] Nehmen Sie nur das Gletscherschigebiet, das dort drüben, außerhalb des geplanten Zaunes, errichtet wird – jedermann weiß, daß es sich um beabsichtigte Verlustgeschäfte dubioser Abschreibungsgesellschaften handelt [...]

Der Hirt auf dem Felsen, S. 263

[...] Sehen Sie doch nach Norden, lieber Professor, eine Überraschung, der Fluch des Mölltaler Gletschers, sehen Sie genau hin, wo ist es, das Gletscherschigebiet [...]


Zitiervorschlag:
Gletscherschigebiet. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.51, 2019-02.