»Die Natur kennt keine Absicht«

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Kommentar

Die Begriffe „Absicht“und „Zweck“spielen in Immanuel Kants Werk in Bezug auf die Natur eine große Rolle. In seiner Kritik der Urteilskraft (1790) legt Kant Natur entsprechend der Teleologie so dar, „als ob die Zweckmäßigkeit in ihr absichtlich sei“ (Kant 2000a, § 68, 201), wobei diese „Absicht“in Analogie zu einer verstandesgelenkten Absicht gedacht wird: „Naturzweck“sei jene Verknüpfung von Ursache und Wirkung, bei welcher die Ursache, soKant in Die Metaphysik der Sitten (1797), „auch ohne ihr dazu einen Verstand beizulegen, doch nach der Analogie mit einem solchen“, als „gleichsam absichtlich“etwas hervorbringend, begriffen wird.(Kant 2000b, MST § 7, 654)

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 15

[...] Die Natur kennt keine Absicht, höre ich ihn plötzlich auflachen [...]


Zitiervorschlag:
„Die Natur kennt keine Absicht“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.49, 2019-02.