»Triumphton, Triumphland, so der Philosoph B.«

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Kommentar

Im Kapitel Prunk, Elysium in Oper und Oratorium in Das Prinzip Hoffnung beschäftigt sich Bloch mit den Opern Mozarts und deren Ursprüngen im Barock: „auch die ,Zauberflöte‘ (mit der Regie-Anweisung zuletzt: ,Das ganze Theater verwandelt sich in eine Sonne‘) endet in dem Triumphton, Triumphland, dem die Barockoper verschworen war“ (Bloch 1959, 971).

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 70

[...] Eine Abhandlung über die Charakterlosigkeit des Theaterbetriebs und die Unzerstörbarkeit der Zauberflöte schwebt mir vor – oder wird es eine Abhandlung über die Charakterlosigkeit der Zauberflöte und die Unzerstörbarkeit des Theaterbetriebs? Die Zauberflöte geschändet durch die damalige Aufführung, das ist die Frage; hat sich die Kunst durch die Aufführung der Wirklichkeit widersetzt, oder ist die Wirklichkeit gerade durch die Aufführung über die Kunst hinweggetrampelt? Es ist ja unvorstellbar: Auf der Bühne des Grenzlandtheaters Prunk, Elysium, Triumphton, Triumphland, so der Philosoph B. [...]


Zitiervorschlag:
„Triumphton, Triumphland, so der Philosoph B.“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.447, 2019-02.