»das ganze Theater verwandelt sich in eine Sonne«

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Kommentar

Ein Teil der Regieanweisung für die Schlussszene der Zauberflöte : „Sogleich verwandelt sich das ganze Theater in eine Sonne“ (Assmann 2012, 134).

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 70

[...] Was hat ein Nationalsozialist in der Zauberflöte verloren, werde ich fragen, wie diese Durchdringung? Drinnen: die Zauberflöte, draußen: der Nationalsozialismus! Drinnen die Koloraturen der Königin der Nacht, die Kunst, die Schlußapotheose, das ganze Theater verwandelt sich in eine Sonne, und draußen die Wirklichkeit, die Wirklichkeit verwandelt sich in eine durchorganisierte Steinzeit, in einen Feuersturm! Theatersonne und Weltenbrand, das werde ich abhandeln, Vorschein, wie der Philosoph B [...]

Hotel Mordschein, S. 138

[...] Jemand mußte die Sängerin verleumdet haben, denn ohne daß sie etwas Böses getan hätte, wurde sie von den Männern verhaftet, sodaß sie sich auch nach der Schlußapotheose – das ganze Theater verwandelt sich in eine Sonne – nicht mehr auf der Bühne zeigen durfte [...]


Zitiervorschlag:
„das ganze Theater verwandelt sich in eine Sonne“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.441, 2019-02.