Gustav Bartelmus

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Kommentar

Gustav Bartelmus (1898–1984), „Sohn eines Regierungsrates am Verwaltungsgerichtshof, humanistisch gebildet“ (Kosch 1953, 77), leitete in Beuthen das Oberschlesische Landestheater, bevor er 1938 von Goebbels’ Ministerium zum Intendanten des „Kärntner Grenzlandtheaters“ in Klagenfurt berufen wurde. Er war Leiter der örtlichen Stelle der Reichstheaterkammer. Im Sommer 1941 verließ er aus nicht mehr rekonstruierbaren Gründen Klagenfurt (vgl. Jamritsch 2010, 589), ab 1942 führte er in Berlin gemeinsam mit dem Schauspieler Richard Handwerk die Gastspielbühne „Bartelmus & Handwerk“. (vgl. Baur/Gradwohl-Schlacher 2011, 43) Nach 1945 Rückkehr nach Klagenfurt, editorische Tätigkeit, u.a. Bearbeitung und Herausgabe von Stücken Ludwig Anzengrubers (1947/48), und Leitung der Abteilung Hörspiel und Literatur von Studio Kärnten (vgl. Schmitz-Mayr-Harting 1977, 354).

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 65

[...] Sie sehen, lieber Atzbacher: Alle in Klagenfurt unter der Intendanz von Otto Hans Böhm, alles Klagenfurt! Manchmal frage ich mich ja, ob dieser Peymann jetzt in Wien wirklich so anders sein sollte als ein Gustav Bartelmus [...]


Zitiervorschlag:
Gustav Bartelmus. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.405, 2019-02.