»Wiedereröffnungsfidelio«

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Kommentar

Nachdem im März (1945): die Wiener Staatsoper durch Bombentreffer großteils zerstört wurde, nahm der Wiederaufbau zehn Jahre in Anspruch. Die Wiedereröffnung fand mit Beethovens Fidelio am 5. November (1955): statt. Dirigent war Staatsoperndirektor Karl Böhm, die Inszenierung leitete Heinz Tietjen – der Uraufführungsregisseur von Egks Joan von Zarissa 1940 –, Anton Dermota sang die Partie des Florestan.

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 65

[...] – Aber auch die Gastspiele damals, große Eindrücke! Ich bin ja noch mit Kammersänger Christ, Rudolf Christ, und mit dem Texaner William Blankenship auf der Bühne gestanden, mit dem greisen Helge Rosvaenge und dem großen Anton Dermota, sie alle haben in Klagenfurt als Gast den Tamino gesungen, der fast siebzigjährige Rosvaenge hat als Gast den Tamino gegeben, und Anton Dermota hat als Gast den Tamino gesungen, jener Dermota, der neun Jahre zuvor in Wien den Wiedereröffnungsflorestan im Wiedereröffnungsfidelio in der wiederaufgebauten und wiedereröffneten Staatsoper so hinreißend gestaltet hatte, daß selbst der Musikkorrespondent der Londoner „Times“, der gefürchtete Reger, ihm Lob hatte zollen müssen [...]


Zitiervorschlag:
„Wiedereröffnungsfidelio“. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.397, 2019-02.