Anton Dermota

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Kommentar

Anton Dermota (1910–1989), Tenor, gebürtiger Slowene, 1937 Debüt an der Wiener Staatsoper unter Bruno Walter in der Zauberflöte , auf der „Gottbegnadeten-Liste“ (Führerliste) der wichtigsten Künstler des „Dritten Reichs“, er entwickelte sich an der Wiener Staatsoper zum Publikumsliebling und war bis ins Alter ohne Unterbrechung, auch während des Nationalsozialismus, an der Staatsoper tätig. (vgl. Klee 2009, 98)

Textausschnitte

Am Schreibtisch, S. 65

[...] – Aber auch die Gastspiele damals, große Eindrücke! Ich bin ja noch mit Kammersänger Christ, Rudolf Christ, und mit dem Texaner William Blankenship auf der Bühne gestanden, mit dem greisen Helge Rosvaenge und dem großen Anton Dermota, sie alle haben in Klagenfurt als Gast den Tamino gesungen, der fast siebzigjährige Rosvaenge hat als Gast den Tamino gegeben, und Anton Dermota hat als Gast den Tamino gesungen, jener Dermota, der neun Jahre zuvor in Wien den Wiedereröffnungsflorestan im Wiedereröffnungsfidelio in der wiederaufgebauten und wiedereröffneten Staatsoper so hinreißend gestaltet hatte, daß selbst der Musikkorrespondent der Londoner „Times“, der gefürchtete Reger, ihm Lob hatte zollen müssen [...]


Zitiervorschlag:
Anton Dermota. In: Werner Kofler: Kommentar zur Werkausgabe. Hrsg. v. Wolfgang Straub und Claudia Dürr. https://gams.uni-graz.at/o:kofler.w2.schreibtisch.395, 2019-02.